Rezension: “Welt aus Staub” von Stephan R. Bellem

Cover "Welt aus Staub"“Welt aus Staub” von Stephan R. Bellem

397 Seiten, Klappbroschur

Reihe: -

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Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.

Eine gut gelungene, sehr kompakte Dystopie für Erwachsene

Wie eine Welt aussehen würde, auf der es kaum noch Pflanzen gibt – dieser Frage stellt sich Stephan R. Bellems Dystopie-Roman „Welt aus Staub“. Lediglich Mais wird noch unterirdisch in riesigen Mengen industriell angebaut, weil er dem Pilz, der die Erde im Jahr 2177 überzieht, etwas länger trotzen kann als andere Pflanzen. Die Menschen leben inzwischen in Megacitys, Komplexe genannt, in denen wiederum einige wenige Unternehmen das Sagen haben, weil sie die einzigen Lebensmittelproduzenten oder die einzigen Computer-Hersteller sind. In einem dieser Unternehmen arbeitet Sam, ein junger Ingenieur, der aufgrund seines Jobs und seiner Fähigkeiten einen Platz in den oberen Rängen der Gesellschaft einnimmt, ein vergleichsweise geradezu luxuriöses Leben führt (mit Badewanne!). Anders sieht es bei der Prostituierten Tessa aus, die aufgrund von gewalttätigen oder nicht bezahlenden Freiern ständig in Gefahr schwebt, die nächsten Tagen in der „Unterstadt“, wo der Abschaum der Gesellschaft lebt, nicht zu überleben. Und dann gibt es da noch Elaine, eine Försterin. So werden die Menschen genannt, die außerhalb der Komplexe die letzten noch lebenden Pflanzen sammeln und auf dem Schwarzmarkt weiterverkaufen.

Zunächst werden diese drei Personen unabhängig voneinander eingeführt, doch nach und nach verflechten sich ihre Leben miteinander. Gerade zu Beginn setzt Bellem auf sehr detailreiche Erläuterungen der „Welt aus Staub“. Hier werden auch mal Büroräume bis ins kleinste Detail beschrieben. Auch wird nach und nach beleuchtet, wie Sam, Tessa und Elaine über das System denken und ob sie mit ihrem Leben zufrieden sind – oder nicht. Einerseits gelingt so ein umfassender Einblick in das Seelenleben unserer Protagonisten und die „Welt aus Staub“ wird für den Leser nahezu greifbar. Andererseits wirkt dieser Schreibstil teilweise etwas langweilig und sehr eintönig. Dies ändert sich jedoch mit dem Fortkommen der Geschichte. Dann wird es auch spannender und der Schreibstil etwas rasanter.

„Welt aus Staub“ ist ein Roman, wie ich sie gerne als „Männerbücher“ bezeichne. Alles ist sehr düster, das Lesen zieht einen nahezu runter. Aber dies ist eindeutig Bellems Stärke: Dem Leser begreiflich zu machen, was es hieße, in einer Welt fast ohne Pflanzen leben zu müssen. In einer Welt, in der Pflanzen auf dem Schwarzmarkt zu Unsummen gehandelt werden und der Besitz einer lebendigen Pflanze unter Strafe steht. Mehr als einmal hatte ich während des Lesens das dringende Bedürfnis, raus an die frische Luft zu gehen, in unseren begrünten Hinterhof, und mit den Fingern über die winterharte, immergrüne Hecke zu streichen. Bellem gelingt es, dem Leser eine Situation vorstellbar zu machen, in der etwas, das für uns völlig alltäglich ist, fast völlig fehlt. Das muss man erst mal schaffen! Hinzu kommt, dass dieses Thema in der Literatur unverbraucht und neu ist, man nicht schon zig Male darüber gelesen hat. Auch insofern ist „Welt aus Staub“ eine etwas andere Dystopie.

Mit „Welt aus Staub“ hat Stephan R. Bellem eine sehr kompakte, spannende und überzeugende Dystopie geschaffen, die mal KEIN Jugendbuch ist. Die überraschende, unvorhersehbare Auflösung und das unverbrauchte Thema runden diesen Roman ab. Einzig die teilweise etwas zu ausführlichen Beschreibungen von Orten und Räumen haben mich persönlich etwas gestört.

4 von 5 Sternchen

“Sonnenfeuer” beendet, jetzt lese ich “Die Spionin”

Nachdem ich vorhin “Sonnenfeuer” von Ann Aguirre beendet habe (war toll, Rezi folgt!), konnte ich mich nun überhaupt nicht entscheiden, was ich jetzt lesen möchte. Zwar hatte ich mir eine Leseliste erstellt, wonach jetzt “Die Schmetterlingsinsel” von Corina Bomann dran wäre, aber vor dem 9. März darf ich sowieso keine Rezension dazu schreiben. Und ich habe so viele tolle Bücher auf dem Neu-SUB … Dann habe ich mich für dieses Buch entschieden (allerdings habe ich das Hardcover, aber das ist nicht mehr lieferbar, daher habe ich euch das Taschenbuch verlinkt):

Cover "Die Spionin"“Die Spionin” von Corina Bomann

672 Seiten, Taschenbuch

Reihe: -

Dieses Buch bei Amazon kaufen (8,95 Euro)

London, 1585: Als man die Diebin Alyson in den Tower bringt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch Francis Walsingham macht ihr ein unglaubliches Angebot: Alyson soll der Königin als Spionin dienen! Doch die Ausbildung ist hart, nicht nur, weil Walsingham jeden Fehler unnachgiebig straft. Eine Spionin darf niemandem vertrauen – und es ist ihr verboten, sich zu verlieben … Ihr abenteuerliches Leben führt Alyson in Hafenbordelle, aber auch in die Gemächer Elisabeth’ I.; sie sieht den Kopf Maria Stuarts fallen und muss ihr Leben riskieren. Doch das alles dient nur dazu, sie auf die größte Herausforderung vorzubereiten: In Spanien muss sie eine Möglichkeit finden, das Auslaufen jener Armada zu verhindern, die England erobern und London in Schutt und Asche legen will – die Stadt, in der auch ein ganz besonderer Mann lebt, den sie seit Langem heimlich begehrt.

Warum ich das jetzt lese: Wie gesagt, ich konnte mich nicht richtig entscheiden und ich möchte nicht, dass dieser ältere Roman (2008, übrigens Corina Bomanns Debüt) nun ewig auf meinem Neu-SUB gammelt. Auf historische Romane habe ich schon ewig keine Lust mehr und seit Jahren auch keine mehr gelesen, insofern bin ich echt gespannt, ob ich durchhalte bis zum Schluss ;-) Leute, das ist wirklich mein erster historischer Roman seit … ja, seit 2008 glaube ich, also seit 4 Jahren … Der Anfang liest sich allerdings gar nicht übel. Ich habe mir gedacht, ich lese jetzt einfach ein Buch, das überhaupt nicht in meiner engeren Auswahl gewesen wäre, habe mich quasi selbst überrascht *hihi* Überrascht ihr euch auch manchmal selbst?

Rezension: “Kyria und Reb: Bis ans Ende der Welt” von Andrea Schacht

Cover "Kyria und Reb 1"“Kyria und Reb: Bis ans Ende der Welt” von Andrea Schacht

381 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

Reihe: Kyria und Reb 1

Dieses Buch bei Amazon kaufen (17,99 Euro)

Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe . Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Doch schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie zu vernichten. Zum Glück hat Kyria Freunde an ihrer Seite und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt …

Ich möchte diese Rezension ausnahmsweise recht kurz halten, denn mir hat „Kyria und Reb: Bis ans Ende der Welt“ so gut gefallen, dass ich es gar nicht zerreden möchte.

1. Pluspunkt: Die Liebesgeschichte. Sie ist weder kitschig noch schnulzig, sie ist einfach nur hinreißend! Und das liegt nicht zuletzt sicherlich auch an den Charakteren, wobei ich schon beim zweiten Punkt bin.

2. Pluspunkt: Die Hauptcharaktere. Das Buch ist aus der Sicht der Hauptprotagonistin Kyria geschrieben, weshalb es wenig schwer fällt sich in sie hineinzuversetzen. Aber auch Reb, quasi Kyrias Gegenpart (jedenfalls am Anfang), ist einfach nur genau so, wie ich mir einen Mann vorstelle. Gutaussehend (worauf aber nicht so sehr herumgeritten wird wie in anderen Romanen …), schlagfertig, frech, schwer zu durchschauen, aber er hat trotzdem Gefühle und zeigt diese auch, wenn auch nur selten und im passenden Moment. Er ist einfach genau die richtige Mischung aus Draufgänger und Softie, aus Halunke und Held. Phänomenal!

3. Pluspunkt: Die Nebencharaktere. Sicher kann man von einem 381 Seiten-Roman nicht erwarten, dass jede vorkommende Figur bis ins letzte Detail beschrieben wird und schon gar nicht, wenn es der erste Band einer Reihe ist. Ich fand die Akzente, die Andrea Schacht hier gesetzt hat, genau richtig: Die Personen, die am meisten „Handlungsverantwortung“ tragen, werden am besten ausgebaut und die anderen eben weniger. Nur bei der Großmutter von Hazel, Willow, habe ich nicht recht nachvollziehen können, wie das Verhältnis von ihr zu Kyria war, aber das ist ein Tropfen auf den heißen Stein in einem phänomenalen Buch.

4. Pluspunkt: Die Sprache. Und hiermit meine ich nicht den Stil des Romans (siehe Minuspunkt), sondern vor allem die Sprache in den Dialogen. Herrlich! Vor allem die Gespräche, in denen Reb den Mund aufmacht, habe ich fast immer mit einem Grinsen gelesen und genossen.

5. Pluspunkt: Die Spannung. Die Geschichte war fast durchgehend spannend, nur im Mittelteil habe ich ein wenig Reb vermisst … Am Ende wurde es wieder richtig dramatisch und der Cliffhanger am Ende ließ mich schier verzweifeln: Wann bitte kommt der nächste Teil und wie soll ich bis dahin überleben???

6. Pluspunkt: Die Welt. Andrea Schacht hat hier nämlich eine Welt erschaffen, in der Frauen an der Macht sind, ohne, dass es sich gleich um eine Amazonengeschichte handelt (wobei Amazonen auch vorkommen, quasi als „Polizistinnen“ von New Europe, aber nur am Rande). Außerdem musste ich beim Lesen ein wenig an „Big Brother“ denken und daran, wie sich unsere vernetzte Informationsgesellschaft weiterentwickeln wird und wie überwacht unser tägliches Leben in ein paar Jahren sein wird …

7. Pluspunkt: Die Aufmachung des Buches. Wunderschöner Schutzumschlag und wunderschönes Buch! Das Hardcover selbst ist nämlich mit dem gleichen Bild bedruckt, wie der Schutzumschlag und sieht einfach fantastisch aus.

Einziger Minuspunkt: Ich hatte teilweise, ebenso wie andere Leser, ein Problem mit dem Schreibstil. Es kamen Wörter vor, die ich überhaupt nicht kannte und das passiert normalerweise so gut wie nie (hier mehrfach). Man stolpert einfach darüber und mal ehrlich: Wer guckt bei sowas schon im Wörterbuch nach!? Manchmal waren auch die Sätze von der Struktur her ein wenig verworren. Mit den kurzen, abgehackten Sätzen Rebs hatte ich im Gegensatz zu anderen Lesern kein Problem.

Dieser Roman hat einfach alles, was mich glücklich macht: Spannung, sympathische Charaktere, eine völlig ohne Kitsch auskommende Liebesgeschichte, eine faszinierende Welt, Witz, Charme, ein erfrischendes und Lust-auf-mehr-machendes Ende und nicht zuletzt ist das Buch einfach wunderschön aufgemacht. Ich kann nur sagen: Wer „Kyria und Reb“ nicht liest, ist selber schuld!

5 von 5 Sternchen

[Zugänge] Schon wieder 3 Neue!

Gestern habe ich noch drei weitere Bücher bekommen und hatte mich schon geärgert, warum ich mit dem Neuzugänge-Post nicht noch einen Tag gewartet habe ;-) Aber so habe ich heute wieder was zu erzählen!

Zunächst habe ich mich über Corina Bomanns Roman “Die Schmetterlingsinsel” gefreut, die ich tollerweise bei vorablesen.de gewonnen habe. Das Buch ist so wunderschön, da der seitliche und der untere Buchschnitt mit Blumen (Orchideen) und Schmetterlingen verziert ist <3

Cover "Die Schmetterlingsinsel"“Die Schmetterlingsinsel” von Corina Bomann

560 Seiten, Taschenbuch

Reihe: -

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Als ihre Ehe zerbricht, steht die junge Berliner Anwältin Diana Wagenbach völlig allein da. Im Nachlass ihrer liebsten Tante findet sie das vergilbte Foto eines verwunschenen Hauses. Davor eine junge Frau. Ist es Dianas Ururgroßmutter, die einst in Ceylon lebte? Hals über Kopf macht Diana sich auf die Suche nach ihren Wurzeln in dem fremden Land am anderen Ende der Welt. Dort stößt sie auf eine geheimnisvolle Prophezeiung, die das Schicksal ihrer Familie für immer veränderte, eine verbotene Liebe, die niemals endete, und auf ihre eigene Bestimmung …

 

Dann konnte ich noch ein Buch von meiner Wunschliste bei Tauschticket ergattern. Es ist quasi neuwertig, was mich natürlich besonders freut. Mehr als 2 Tickets würde ich für ein neuwertiges Taschenbuch aber auch nicht ausgeben. Von dem Buch erhoffe ich mir vor allem Witz, vielleicht im Stil von Bartimäus oder Artemis Fowl? Die Rezensionen dazu sehen bisher ganz gut aus.

Cover "Die Flüsse von London"“Die Flüsse von London” von Ben Aaronovitch

480 Seiten, Taschenbuch

Reihe: Flüsse von London 1

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Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.

 

Ja und dann … dann kam endlich meine allererste The Book Depository-Bestellung an. Allerdings war ich etwas verwundert, weil das Buch gar nicht eingeschweißt war und einfach nur in so einer normalen Pappverpackung lag. Ist das normal? Naja, das Buch sieht 99% in Ordnung aus. Ich freue mich schon sowas von drauf, es endlich zu lesen, aber es wird noch ein wenig warten müssen. Ich habe es auf Englisch gekauft, weil es günstiger ist, ich mehr auf Englisch lesen möchte, ich so die Fortsetzung schneller lesen kann … Und weil die Leseprobe sich so schwer nicht las, sodass ich glaube, dass ich dem Niveau gewachsen bin ;-)

Cover "Divergent"“Divergent” von Veronica Roth

487 Seiten, Hardcover

Reihe: Divergent 1

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Deutsche Ausgabe bei Amazon kaufen (17,99 Euro)

Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen … Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht …

Geplauder über “Rubinrot”, Apple und Co.

Ich bin echt überrascht! Ich habe “Rubinrot” innerhalb eines einzigen Tages gelesen, gestern, also Freitag, den 17. Februar 2012. Ähem …!? Ok, es hat “nur” ca. 350 Seiten. Aber ich hatte zuvor schon die letzten 100 Seiten in “Welt aus Staub” gelesen, also ca. 450 Seiten an einem Tag. Naja, war halt die Belohnung für die bestandene Klausur :P Natürlich hat mir “Rubinrot” super gefallen, sonst hätte ich es sicherlich nicht so schnell gelesen. Allerdings war mein Bibliotheksexemplar echt schon etwas eklig, Flecken drin und alles … bäh. Jetzt überlege ich schon, ob ich diese Trilogie nicht doch selbst im Regal stehen haben muss … ;-) Dann könnte ich sie auch ausleihen, meiner Mama zum Beispiel … Aber leider gibt es sie ja nur als Hardcover und ich habe noch so viele andere Hardcover auf meiner Wunschliste, die es nicht in der Bibliothek gibt … Am liebsten hätte ich gleich mit “Saphirblau” weitergemacht, aber leider muss ich mir das dann jetzt doch erst mal vormerken oder eben kaufen.

Und eins möchte ich noch loswerden. Ich habe jetzt schon in drei Büchern Anspielungen auf Apple gelesen!

In “Kyria und Reb” hieß es an einer Stelle: “Heiliger Steve Jobs …!”

In “Welt aus Staub” war Apple der einzige Computerhersteller, der im Jahr 2177 noch existiert.

Und in “Rubinrot” bekommen die Leute aus der Vergangenheit von den Zeitreisenden aus der Zukunft den Tipp, rechtzeitig Apple-Aktien zu kaufen …

Schon kurios, oder!? Kriegen die Autoren Geld dafür, ständig Apple in mein Gedächtnis zu brennen? Wäre ja nur korrekt, schließlich kriegen Blogger ja auch Geld fürs Schreiben von Rezensionen ;-) (An alle Asht-Geschädigten: War natürlich nur ein Scherz. Ich sags lieber noch mal ausdrücklich, bevor mir jemand aufs Dach asht … äh steigt^^)

Außerdem habe ich mir aufgrund der steigenden Anzahl von Rezensionsexemplaren und Leserunden, für die ich mich angemeldet habe, eine Leseliste erstellt, welche fünf Bücher ich als nächste lesen will/muss (aufgrund von Leserunden-Terminen usw.). Mein nächstes Buch wird daher ”Sonnenfeuer. Dunkles Universum 1″ von Ann Aguirre sein. Es gibt bisher noch keine Rezension dazu, das Buch ist ja noch ganz frisch aus dem Ei geschlüpft. Bin schon sehr gespannt darauf, allerdings von “Das Artefakt” noch etwas SciFi-angeschlagen … :-/

[Zugänge] Schon wieder Buchpost!

Heute sind wieder zwei Bücher bei mir eingetrudelt, die möchte ich euch jetzt vorstellen. Seit dem letzten Buchpost-Post ist noch “Eragon 3″ zu mir gekommen (Tauschticket, Alt-SUB) und auch “Welt aus Staub“, aber letzterer Titel hat ja schon einen Vorstell-Post bekommen ;-)

Heute kamen:

Cover "Sonnenfeuer"“Sonnenfeuer” von Ann Aguirre

416 Seiten, Taschenbuch

Reihe: Dunkles Universum 1

Dieses Buch bei Amazon kaufen (8,99 Euro)

Sirantha Jax ist eine begnadete Navigatorin, die in der Lage ist, Raumschiffe durch den gefährlichen Grimspace zu steuern und dabei unvorstellbare Entfernungen zurückzulegen. Doch nun soll sie für eine Tat bestraft werden, an die sie sich nicht einmal erinnert. Plötzlich taucht der geheimnisvolle March in ihrer Zelle auf. Er will Jax zur Flucht verhelfen – wenn sie die Rebellen in ihrem Kampf gegen das Regierungssystem unterstützt. Doch March scheint auch noch ein anderes Motiv zu haben, der schönen Jax die Freiheit zu schenken …

Ich bin echt schon gespannt auf dieses Buch! Eine schöne SciFi-Serie fehlt mir noch in meinem Repertoire :-) Vielen Dank an Blanvalet für dieses Rezensionsexemplar!

 

Cover "Trix Solier"

“Zauberlehrling voller Fehl und Adel” von Sergej Lukianenko

584 Seiten, Hardcover

Reihe: Trix Solier 1

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Trix, Erbe des Herzogtums Solier, wird Opfer eines gemeinen Putschs. Trix schwört Rache. Bloß wie? Die wilde Welt jenseits der Schlossmauern ist nichts für zarte Jünglinge. Grässliche Untote, verwirrte Feen und minderbemittelte Minotauren machen Trix das Leben schwer. Aber dann entdeckt er ein ungeahntes Talent: Ist er vielleicht zum Magier berufen? Mit neuem Mut versucht sich Trix als Retter der schönen Fürstin Tiana, die zwangsverheiratet werden soll. Dafür verspricht Tiana, ihm zu helfen, den Thron zurückzuerobern. Die beiden schmieden einen tollkühnen Plan.

Auf dieses Buch freue ich mich auch schon, ich konnte es tollerweise bei Tauschticket ergattern. Ich habe vor Jahren “Das Schlangenschwert” von Sergej Lukianenko gelesen und fand es ganz toll – warum nicht also mehr von diesem Autor? Der zweite Teil, “Odyssee im Orient“, erscheint am 12. März 2012 und ich habe mich bei Büchereule.de für eine Leserunde dazu eingetragen, verbunden mit – wahrscheinlich – einem Leseexemplar.

Rezension: “Die Stadt der verschwundenen Kinder” von Caragh O’Brien

Cover "Die Stadt der verschwundenen Kinder" “Die Stadt der verschwundenen Kinder” von Caragh O’Brien

464 Seiten, Hardcover

Reihe: Birthmarked 1/3

Dieses Buch bei Amazon kaufen (16,99 Euro)

Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …

Stell dir vor, du wärest schwanger. Du würdest dein Baby neun Monate lang in deinem Bauch herumtragen, fühlen, wie es dich tritt und dich auf den Tag freuen, an dem es endlich zur Welt kommt. Doch stell dir vor, die Hebamme müsste es dir direkt nach der Geburt wegnehmen und bei fremden Leuten abgeben, ohne, dass du es einmal im Arm gehalten hast …

Diese Horrorvorstellung ist das Grundelement der Dystopie um die junge Hebamme Gaia, die die ersten drei Neugeborenen jeden Monats an den Stadtmauern der Enklave abgeben muss. Warum weiß sie nicht, aber sie weiß, dass dies ein Gesetz ist, das es einzuhalten gilt, wenn man keinen Ärger bekommen möchte. Als sie von der ersten Geburt, die sie ganz alleine betreut hat, heim kommt, erfährt sie, dass ihre Eltern verschwunden sind … Und ihr Abenteuer beginnt.

Mir hat „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ äußerst gut gefallen! Der Einstieg war etwas „solala“ und ich fragte mich, wann die Geschichte ins Rollen kommen würde – doch das passierte sehr schnell und von dem Moment an war der Roman bis zur allerletzten Seite spannend! Hier eine kleine Warnung: Das Buch hat einen tollen Cliffhanger und man möchte eigentlich sofort wissen, wie es weitergeht. Ein Glück, dass Band zwei „Das Land der verlorenen Träume“ am 20. Februar 2012 auf Deutsch erscheint.

Diese Spannung kommt letztlich dadurch zustande, dass der Leser gar nicht allzu viel über Gaias Welt erfährt, wie er sich es vielleicht gewünscht hätte, was gleichzeitig auch ein Kritikpunkt ist. (Allerdings ist es ja der erste Roman einer Reihe, insofern ist noch genug Potenzial, die Welt auszubauen.) Außerdem ist vor allem die Figur Leon Grey, zunächst einfache Stadtwache der Enklave, äußerst spannend gezeichnet, weil er im Wesentlichen undurchschaubar ist. Dadurch lebt auch die Liebesgeschichte, die sich nur ganz langsam entwickelt und überhaupt nicht kitschig daherkommt. Gaia selbst ist auch eine sehr sympathische Person und entgegen vieler anderer Dystopien nicht gerade perfekt (vor allem was ihr Aussehen betrifft), was sie noch menschlicher und Leon noch hinreißender macht, der sich trotz allem in sie verliebt.

Trotz aller Begeisterung über den Spannungsbogen, die sympathischen Charaktere und die keineswegs kitschige Romanze (die auch keinen großen Raum in diesem Buch einnimmt), kann ich keine 5 Sternchen vergeben. Irgendetwas hat gefehlt. Möglicherweise hätten mehr Informationen über Gaias Welt und die Enklave dem Buch doch gut getan (hier bin ich auf den zweiten Teil gespannt) oder aber es lag daran, dass einige wichtige Personen doch eher nebensächlich behandelt wurden. Zum Beispiel Gaias Eltern nehmen eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte ein, werden aber kaum charakterisiert, geschweige denn richtig eingeführt. Hier hat mir ein wenig der „Grund“ gefehlt, nun wirklich bestürzt über das Verschwinden der eigenen Eltern zu sein und sich, trotz aller Gefahren, auf die Suche nach ihnen zu machen.

Alles in allem kann ich „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ auf jeden Fall empfehlen! Es handelt sich um eine vor allem extrem spannende und teils recht dramatische Dystopie, die ohne viel Kitsch und mit nicht-perfekten und damit umso sympathischeren Charakteren daherkommt. Ich freue mich auf Band 2!

4 von 5 Sternchen

“Kyria und Reb” beendet, jetzt lese ich “Welt aus Staub”

Nachdem ich “Kyria und Reb: Bis ans Ende der Welt” beendet habe (und es war SOOOO toll!), freue ich mich nun extrem auf “Welt aus Staub” von Stephan R. Bellem, einem bisher noch nicht allzu bekannten Fantasy-Autor, der mir sehr sympatisch ist, wie ihr an seinen Twitter-Meldungen und auf seinem Blog vielleicht auch feststellen werdet ;-) Es ist mein erstes Buch von Stephan und der Ueberreuter Verlag war so freundlich, es mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank! Hier nun die Infos zum Buch:

Cover "Welt aus Staub"“Welt aus Staub” von Stephan R. Bellem

397 Seiten, Klappbroschur

Reihe: -

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Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.

Warum ich das jetzt lese: Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich durch Asaviels Rezension dazu. Ich muss zwar gestehen, dass ich Rezensionen zu Büchern, die ich selbst vielleicht noch lesen will, nur überfliege, aber Asaviel hat “Welt aus Staub” sehr gut gefallen und der Klappentext sprach mich ebenfalls an. Außerdem bin ich froh, mal einen Einzelband zu lesen … Weiterhin spricht mich das Cover an und die Inhaltsangabe klingt so spannend!

Vier Liebesroman-eBooks gratis bei Amazon – nur heute!

Hallo und einen schönen Valentinstag! Ich wollte euch nur ganz schnell und kurz mitteilen, dass es heute bei Amazon vier kostenlose Liebesromane als eBooks gibt. Bitte bedenkt, dass ihr diese auch kaufen und lesen könnt, wenn ihr keinen Kindle, sondern ein Handy, iPad, sonstwas fürn Pad, Computer habt. Dazu schaut ihr einfach in die Hilfe bei Amazon, da wird erklärt wie das funktioniert (braucht man eine Amazon App für).

Hier nun aber die Bücher:

Cover "Fang des Tages"“Fang des Tages” von Kristan Higgins

Dieses eBook bei Amazon gratis erhalten (nur heute!)

Männer gibt s wie Sand am Meer nur die Richtigen scheinen um Maggie einen großen Bogen zu machen. Bis der attraktive Hummerfischer Matthew in ihr Leben tritt Ein Roman in bester Bridget Jones-Tradition von Kristan Higgins!Maggie ist dreißig, chaotisch und Single. In einer typischen Ostküsten-Kleinstadt wahrlich kein Vergnügen! Das letzte Mal, dass sie den Mann ihrer Träume gefunden zu haben glaubte, hatte sie sich ausgerechnet in den neuen Priester von Gideon s Cove verguckt und die halbe Stadt mit ihrer Schwärmerei amüsiert. Die Lage ist ernst und Maggie allmählich verzweifelt. Bis ihr suchender Single-Blick auf Matthew Malone fällt. Augen so blau wie das Meer der Fang des Tages? Oder angelt Maggie wieder einmal treffsicher nach dem falschen Traumprinzen?

 

Cover "Stadt, Mann, Kuss"“Stadt, Mann, Kuss …” von Susan Mallery

Dieses eBook bei Amazon gratis erhalten (nur heute!)

Malerisch am Fuße der Sierra Nevada liegt die kleine Stadt Fool’s Gold. So hübsch der Ort auch ist, hat er ein großes Problem: ihm laufen die Männer davon. Die erfolgreiche Stadtplanerin Charity Jones soll Abhilfe schaffen – und bekommt ein ganz anderes Problem: ihr laufen die Männer nur so zu. Oder zumindest ständig über den Weg. Wie der ehemalige Radrennprofi Josh. Er hat alles, was einen Mann gefährlich macht: gutes Aussehen, Charme, Sexappeal – und seelische Narben, die er zu verstecken sucht. Also definitiv kein Mann für sie. Außerdem hat sie sich ja schon für Robert als zukünftigen Ehemann und Vater ihrer Kinder entschieden. Und in der Liebe sollte man doch auf seinen Kopf und nicht auf sein Herz hören, oder?

 

Cover "Der Kelch von Anavrin"“Das Herz des Jägers” von Lara Adrian

Reihe: Der Kelch von Anavrin 1

Dieses eBook bei Amazon gratis erhalten (nur heute!)

England, 1275: Die junge Lady Ariana of Clairmont ist auf der Suche nach ihrem entführten Bruder Kenrick. Als ihr Leben in Gefahr ist, rettet ihr der verwegene Braedon le Chasseur das Leben und bietet ihr seine Hilfe an. Doch Kenricks Verschwinden ist kein Zufall – der ehemalige Templer hat geheime Forschungen über einen mit vier magischen Steinen besetzten Kelch angestellt, der seinem Besitzer unvorstellbare Macht verleiht. Einst ist der Kelch in vier Teile zerbrochen, und die Bruchstücke sind verschollen. Hat Braedon etwas mit Kenricks Verschwinden zu tun?

 

Cover "Rückkehr an den Ort meiner Träume"“Rückkehr an den Ort meiner Träume” von Emilie Richards

Dieses eBook bei Amazon gratis erhalten (nur heute!)

Für Mara MacTavish ist das kleine Dorf Druidheachd in den schottischen Highlands genau der richtige Ort für einen Neubeginn. Hier, wo Mythen noch lebendig sind, hofft sie, Ruhe zu finden. Nicht zuletzt vor ihren eigenen Visionen.Auch Duncan Sinclair sucht in seinem Heimatdorf Zuflucht. Das Scheitern seiner Ehe hat bei ihm und vor allem bei seiner Tochter April tiefe Wunden gerissen. Jetzt will Duncan seine Tochter um jeden Preis vor weiteren Enttäuschungen bewahren. Entsprechend misstrauisch beobachtet er die wachsende Freundschaft zwischen April und der geheimnisvollen Fremden. Dann aber verschwindet seine Tochter und Duncan muss sich entscheiden, ob er Mara vertrauen darf.

Rezension: “Ich sehe dich” von Janet Clark

Cover "Ich sehe dich"“Ich sehe dich” von Janet Clark

432 Seiten, Taschenbuch

Reihe: -

Dieses Buch bei Amazon kaufen (8,99 Euro)

Grausame Morde erschüttern München. Die Opfer: Männer, die ihre Frauen terrorisiert und gequält haben. Als Saras Schwester unter Mordverdacht gerät, beginnt ein erbarmungsloser Wettlauf mit der Zeit. Kann Sara die Unschuld ihrer Schwester beweisen, bevor der Täter seinen teuflischen Plan vollendet? Und welche Rolle spielt die Selbsthilfegruppe Frauenwehr und deren geheimnisvolle Leiterin Valeska? Zu spät bemerkt Sara, dass auch sie längst ins Visier des Mörders geraten ist …

Was wisst ihr über häusliche Gewalt? Aus eigener Erfahrung hoffentlich nichts. Und wer nicht unmittelbar selbst betroffen ist oder Betroffene in seiner Familie hat, wird sicherlich nicht allzu viel darüber wissen. Das ändert sich jedoch garantiert, wenn ihr „Ich sehe dich“ von Janet Clark gelesen habt, denn dieses Thrillerdebüt vereint Spannung mit Informationsgehalt. (Ich zum Beispiel habe gelernt, dass über 90% der Männer, die ihre Frauen einmal geschlagen haben, wieder zuschlagen werden. Erschreckend, oder?)

Wer jetzt jedoch denkt „Oh Gott, ein Sachbuch!“, dem kann ich gleich widersprechen. Die Informationen über häusliche Gewalt sind gut mit der Romanhandlung verflochten und ergeben ein stimmiges Bild. Selbstverständlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz und ein, zwei Szenen waren derart gruselig, dass ich mich unter meiner Bettdecke beim Lesen versteckt habe … Ähem … Ebenfalls positiv ist mir der schnörkellose, angenehm zu lesende Schreibstil der Autorin aufgefallen, der für mich persönlich auch ein Argument dafür ist, weitere Bücher von ihr lesen zu wollen.

Doch leider kann ich nicht nur Lob verteilen. Zum Einen fand ich es etwas schade, dass der Mörder zwar von Anfang an eine Rolle in der Geschichte spielte, seine Identität jedoch erst relativ gegen Ende gelüftet wurde. Also es war NICHT so, dass der Mörder von Anfang an namentlich bekannt war und man am Ende dachte „Was? DER???“. Insofern war die Handlung in gewisser Weise vorhersehbar, zumindest was diesen Teil der Geschichte betrifft.

Außerdem – obwohl ich den Roman durchaus spannend fand und ihn schnell durchgelesen hatte – finde ich, dass er hätte noch spannender sein können. So nach dem Motto „Ich lese die ganze Nacht durch, weil ich wissen möchte, wie es weitergeht.“ Zwar war ich während des Lesens schon neugierig auf das Ende, aber da habe ich schon Bücher erlebt, bei denen ich förmlich an den Seiten geklebt habe.

Hinzu kommt, dass ich gerade zum Ende hin einiges etwas verwirrend fand und mich die ständigen Fragen, die sich die Hauptprotagonistin Sara selbst gestellt hat, ein wenig genervt haben. („Könnte es der und der gewesen sein? Vielleicht. Aber warum hat er dann das und das gemacht?“) Und ein weiterer Punkt, der mich ein wenig gestört hat, war, dass ich zum Ende hin das Gefühl hatte, die Handlung ziehe sich ein wenig in die Länge. Es gab einige Szenen, bei denen ich dann dachte „Mensch, nun schnapp sie dir doch endlich!“, aber das passierte dann doch erst 50 Seiten weiter …

Insgesamt möchte ich „Ich sehe dich“ jedoch empfehlen. Es ist ein spannender Thriller mit Informationsgehalt, der vor allem denjenigen gefallen wird, die – wie ich – keine Tonnen von Blut und Folterszenen brauchen, um einen Thriller zu mögen. Für ein Debüt fand ich dieses Buch beachtlich und ich bin froh, dass es noch Verbesserungspotenzial für Janet Clark gibt. Auch deshalb bin ich gespannt auf ihre weiteren Bücher.

4 von 5 Sternchen

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Corina Bomann
"Die Spionin"
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Monatshighlight Januar


Lia Habel
"Dark Love"
Dark Love 1
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[HB] Für jede Lösung ein Problem - K. Gier
[B] Gefährliche Lügen - A.K. Ryan
[B] Rubinrot - K. Gier
[B] Sonnenfeuerfeuer - A. Aguirre

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